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Montag, 16. März 2009

Switch: LDAP Browser

Unter Windows braucht zumindest ein Admin oder IT-Consultant recht häufig einen LDAP Browser. Es gibt einige sehr brauchbare Stücke unter Windows, entsprechend erschrocken habe ich vor kurzem festgestellt, dass mein favorisierter Hersteller keine OSX-Version anbietet. Also habe ich mich auf die Suche gemacht - und bin erfolgreich gewesen:

Apache Directory Studio kann eigentlich alles, was mensch für LDAP braucht. Und wie so oft bei Open Source, darüberhinaus noch viel mehr, natürlich gibt es auch einen Server und es gibt weitere Tools und überhaupt. Mehr muss ich nicht schreiben, einfach ausprobieren.


Freitag, 13. Februar 2009

Switch: Crossover vs Virtualisierung

Ich muss sagen, es gibt immer wieder Software, die einem die Sprache verschlägt. Diesmal aber im Positiven: CrossOver Mac.


Fakt ist, ich nutze eigentlich kaum noch Virtualisierung für die tägliche Arbeit, da ich auf native Mac mittlerweile für alle Anwendungen gleichwertige Applikationen gefunden habe (mit Ausnahme von .NET-Entwicklungsumgebungen - aber das muss mensch wohl akzeptieren). Aber es gibt zwei Dinge, die mir in meiner Liste noch fehlten: Outlook (da ich unbedingt den Team-Calendar brauche) und ELO Professional als Dokumentenmanagement. D.h. mehr oder weniger einmal am Tag war dann VMWare oben. Und das dauert halt, selbst auf einer schnellen Maschine.

Nun habe ich irgendwo gelesen, dass es aufgrund der Verweigerung von Leitz ELO, eine OSX-Version zu planen, einige bereits mit Wine nutzen. Wine kannte ich, ist aber lange her und war damals alles andere als stabil. Aber für faule Menschen gibt es ja CrossOver, die "commercial edition" von Wine und ich dachte mir, warum nicht mal ausprobieren.

Unglaublich: ELO läuft perfekt, es fühlt sich an (abgesehen davon, dass die Oberfläche plattformunabhängig hässlich ist) wie eine native OSX-App. Aber dazu blogge ich nochmal mehr. Beim probieren ist mir dann aber aufgefallen, dass CrossOver mittlerweile auch Office 2007 unterstützt... also gut, hab ich dann halt mal installiert. Und es läuft. Schnell. Gut. Quasi-native. Ein Klick auf Word und es ist da. Kein "Unity"-blabla, bei dem dann doch irgendwas im Tray ist und der auf dem zweiten Monitor nicht immer will und und und - nein, es geht einfach, es ist eine OSX-App geworden, die mein Filesystem sieht, die in meinem verschlüsselten FileFault liegt und die sich auch sonst wie eine verhält.

Also: Give it a try, EUR 27 sind es wohl in jedem Fall Wert.


Donnerstag, 22. Januar 2009

c't hilft: Grundsätzliche Bedienung Teil 1

Hiermit beginne ich ein Reihe gnadenloser Plagiate, denn der c't-Artikel aus 2008 enthält soviele interessante Details, dass es zu einer Erfahrungssammlung einfach dazu gehört und alleine schon um mich selbst daran zu erinnern habe ich mir einige Auszüge direkt rauskopiert:

Icons und Titelleiste

Das Dokumentsymbol und der Dateiname in der Titelleiste der meisten Anwendungsprogramme sind nicht nur schmuckes Beiwerk: Das Symbol lässt sich mit der Maus zum Beispiel auf die Briefmarke im Dock ziehen, um ein Dokument mit Hilfe des eingebauten Mail-Programms zu verschicken, oder in den Papierkorb, um es zu löschen. Wenn das Symbol einer Datei blass dargestellt ist, wurde sie seit den letzten Änderungen noch nicht gesichert. Ein Rechtsklick auf den Namen klappt eine Liste mit dem aktuellen Dateipfad und allen darüberliegenden Verzeichnissen auf. So finden Sie nicht nur heraus, wo eine gerade bearbeitete Datei liegt, sondern können mit einem weiteren Mausklick auch in das gewünschte Verzeichnis im Finder, dem Pendant zum Windows-Explorer, wechseln.

Task-Manager

Reagiert mal ein Programm nicht mehr und bleibt die Auswahl von „Beenden“ aus dem Kontextmenü des Dock-Symbols erfolglos, hilft der Task-Manager. Ihn ruft die Tastenkombination Alt-Cmd-Esc herbei, was bei einem hängenden Programm durchaus einen Moment dauernkann. Die Funktion „Sofort beenden“ zieht dann die Notbremse.

Fonts

Windows-Textdokumente sehen auf dem Mac häufig entstellt aus. Oft liegt das nur an fehlenden Schriften. Die Programme wählen nämlich automatisch eine Ersatzschrift, wenn sie die benötigte nicht vorfinden. Helfen Sie den Programmen, indem Sie die Windows-Schriften, die im Verzeichnis\windows\fonts liegen, einfach auf den Mac in das Verzeichnis /Library/Fonts kopieren. Mac OS X beherrscht die gängigen Schriftformate von TrueType (.ttf) über OpenType (.otf) bis PostScript (.ps) bereits von Haus aus.


Mittwoch, 21. Januar 2009

Switch: Messenger :: Messenger

Über Messenger-Programme und Protokolle lässt sich sicher ein Religionskrieg anzetteln, für mich ist die Entscheidung aber recht einfach: Wir haben im Unternehmen Microsoft Office Communication Server und entsprechend sind alle im "MOC" (Microsoft Office Communicator) enabled. Damit lässt sich sehr gut intern kommunizieren (einschliesslich Voice + Video), man kann VoIP-Telefonieren (manchmal) und es gibt eine Federation in Richtung MSN, AIM und ICQ. Was will man mehr.

Das wäre jetzt natürlich eine Hürde, dieses Ding als VM laufen zu lassen - aber auch hier muss man Redmond danken, der Umstieg auf OS X wird erheblich vereinfacht, denn es gibt den MOC für MAC:

Microsoft Mactopia - Microsoft Messenger

Wieder haben die Jungs von Mactopia auf dem Microsoft Campus eine 1:1 Kopie einer Windows-Anwendung unter OS X erschaffen und ich bin IM-connected.

Aber... leider kann ich auch hier nicht völlig kritikfrei bleiben. Vielleicht wird man mit so einem Mac ja irgendwie schneller zum MS-Kritiker oder ist plötzlich empfindlicher, weil sonst so vieles besser läuft? Auf jeden Fall nervt mich dieser MOC fast täglich mit folgendem Dialog:


Nein, nicht einfach so. Schlimmer. Dazu folgender Background: Eines der faszinierenden Effekte unter OS X ist das Aufwachen des Rechners aus dem Standby (Sleep). Genau, es gibt nix zu sehen. Kein Pling-Plong-Plang weil die USB-Devices, die vor dem Sleep noch da waren immer noch da sind (oh!), auch keines, wenn sie weg sind. Auch kein "da war eben noch was, jetzt ist es nicht mehr da". Auch kein "Web Site not found", denn OS X ist einfach sehr schnell wieder online, wenn es ein online gibt. Wie auch immer, es ist einfach angenehm mit dem Mac, Rechner aus, ein, aus, ein, die Software passt sich ohne Meckern an die Befindlichkeiten an.

Jetzt kommt der MOC.... der schafft es doch allen ernstes, noch während der paar hundertstel Sekunden, die auch ein OS X braucht um wieder online zu gehen, seinen Server zu suchen. Und statt einfach mal eine Sekunde zu warten oder sich damit abzufinden, dass er nicht da ist und ein Tray-Icon anzuzeigen oder eine Pause zu machen und es später erneut zu versuchen, kommt diese völlig sinnlose Message-Box. Ich bin immer noch fassungslos. Warum tun Coder sowas? Ich meine, es gibt kiloweise Literatur über den sinnvollen und sinnlosen Einsatz von Message-Boxen. Diese hier ist ein wahrer Volltreffer als Beispiel einer sinnlosen Box.

Soviel dazu. Ach so: Ist übrigens meist auch nach 2-3 Netzwechseln am Ende das gute Programm, dann geht nix mehr one Neustart. Redmond schreibt Software für Mac. Witzig, das Ergebnis.


Dienstag, 20. Januar 2009

Switch: Remote Desktop :: Remote Desktop

Hier gibt es wenig zu sagen: Wer Vista/Windows 2008-fähige RDP Sessions aufbauen muss, der hat es auch unter OS X recht einfach - Microsoft hilft selbst:


Macht was es soll, allerdings feiern sich die Jungs etwas übertrieben: Es tut eben NICHT alles, denn leider hat Redmond den eigenen TS Gateway vergessen zu supporten. D.h. eine RDP-Connection über TS Gateways geht nicht. Das stört mich leider erheblich, denn ich brauche genau diese Funktion... Aus meiner Sicht ein weiterer Punkt auf der Redmond Minusliste, denn ich vermute die Jungs im Mactopia-Zelt haben einfach nicht ganz verstanden, was so ein TS Gateway genau macht :-).

Switch: OneNote :: EverNote

Hier der erste echte Switch: Was macht man als Microsoft OneNote Nutzer unter OS X? Naja, man greift zu Evernote, erst recht wenn man auch noch ein iPhone sein eigen nennt:


EverNote ähnelt OneNote nicht nur bzgl. des Namens. Es ist auf den ersten Blick nicht ganz so sexy wie OneNote (eine echte Rarität, in diese Richtung verläuft der Weg zur Schönheit nur selten - üblicherweise sind es die OSX-Applikationen, die sich ästhetisch hervortun) aber es hat dafür eine ganz wesentliche Eigenschaft: Es arbeitet mit "der Cloud" ;-). D.h., die Daten werden bei EverNote "gehostet", ich kann daher auf meine Notizen 

  • per Web
  • per OSX-Applikation
  • per Windows-Applikation
  • per iPhone-Applikation
  • und ich glaube auch per WinMobile

zugreifen. Das ist ganz klar der Weg den die meisten Apps in der Zukunft gehen werden, aber verNote macht es eben schon heute. Keine Backup-Sorgen, keine Sync-Zeremonien - die Daten sind einfach immer und überall.

Gute Sache, hier noch ein Screenshot:


Tool: WinShortcutter

Ok, dieses hier habe ich noch gar nicht selbst getestet, aber es scheint sinnvoll und ich werde es vorauss. nochmal benötigen - also ein Link in den Blog, dann denke ich bei Gelegenheit mal dran. Vielleicht gibt es ja auch schon Menschen, die im Kommentar etwas zu dem Ding zu sagen haben:


Ach so, was tut es eigentlich: Es transformiert die Windows-typischen UNCs/URLs wie z.B. \\servername\share in eine Notation, die unter OS X nutzbar ist.

Der kurze Weg von Vista zum Leoparden

Dann will ich mal loslegen - nach fast 20 Jahren Microsoft (MS-DOS 3 bis Windows 7) ist auf meinem Notebook jetzt nativ OS X. Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben, aber es scheint mir ernst zu sein. 

Als Mitarbeiter eines Microsoft-Partnerunternehmens ist es natürlich eigentlich eine Nestbeschmutzung. Ich meine, selbst in Zeiten von Windows 95/98/ME - in denen es wirklich allen Grund gab zu wechseln - bin ich bei Redmond geblieben, wobei ich diesen Win 9x-Mist nie mitgemacht habe, denn MS hatte ja bereits damals Dave Cuttler's Windows NT in Petto, nur das Bill irgendwie niemandem davon erzählen wollte. Wie auch immer, in dieser Zeit war es bei mir bereits NT und abgesehen von Namen, Kosmetik und einer Menge anderen Kram ist es ja immer noch irgendwie NT - auch wenn es jetzt Windows 7 wird.

In all den Jahren ist mir aber auch nie ernsthaft die Idee gekommen zu wechseln, Linux war mir am Client zu chaotisch und Apple kam mir nie wirklich in den Sinn, schliesslich war es zwar schon lange schön anzusehen aber es fehlte mir fast alles, mit dem ich täglich arbeiten muss.

Aber 2007 kamen die Intel-Macs - und plötzlich hatte ich einen DualBoot-Notebook mit Vista und OS X. Zunächst war ich eher selten in OS X, aber die wenigen Male waren bereits recht angenehm. Keine "Hänger", flüssiges Arbeiten, lange Laufzeit, lauter verdammt hübsche Applikationen. Aber ich musste ja mit Exchange, DevStudio, Office, etc. arbeiten.... obwohl dieses F... Vista einem allen Grund gab es zu hassen.

Dann kam ein neuer MacBook Pro, Ende 2008. Jetzt wird es eigentlich Paradox: Dieser neue Macbook Pro hat einen brandneuen NVIDIA-Chipset. Und es gibt viele Stimmen in den Foren, die den gleichen Eindruck haben, den ich leider auch bekommen musste: Dieses Ding ist noch nicht ganz Windows-kompatibel. Bootcamp-Driver hin oder her, Vista läuft alle Paar Stunden in den Blauen. Auch die neuen, generischen NVidia-Treiber haben keine Besserung gebracht. Schlussendlich hat mich also wahrscheinlich ein Apple-Bug zu Apple gebracht: Nach zwei, drei Wochen Vista in VMWare Fusion hab ich mich immer öfter in native OS X wiedergefunden. Die Mails waren einfach schneller in Mail, der Firefox ist sowieso da, Microsoft Remote Desktop, Microsoft Office Communicator (IM), Adobe Photoshop - selbst Keepass war da. 

An Neujahr war es dann soweit: Ich hab' meine Bootcamp-Partition "Physical to Virtual"-konvertiert und alles auf primär-OS X umgestellt. Ein paar Tage später kam dann noch iWork '09 - und meine Office 2007 Docs waren plötzlich auch ohne Windows nutzbar. To make a long story short: Ich bin "geswitched" (schreibt man das so?), die Windows-VM boote ich vielleicht noch einmal die Woche - Tendenz fallend.

Dieser Blog soll jetzt den weiteren Werdegang dokumentieren, dabei vor allem die wichtigsten Windows-Applikations-Alternativen auf OS X vorstellen, all den anderen "Switchern" den Weg einfacher machen und zu guter Letzt für mich selbst eine Hilfe sein, mich immer wieder an wichtige Details zu erinnern.

Viel Spass!